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Datenschutzerklärung
Diese Erklärung informiert darüber, welche Daten dieser Messenger verarbeitet. Es gelten das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) und – soweit Nutzerinnen und Nutzer aus der EU den Dienst verwenden – die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO).
1. Verantwortlicher
Fabian Meyer, Weissensteinweg 10, 5330 Bad Zurzach, Schweiz
E-Mail: fabian@diemeyerz.de
2. Welche Daten verarbeitet werden
- Kontodaten: selbst gewählter Nutzername, Passwort sowie optional ein Profilbild. Das Passwort wird ausschließlich als kryptografischer Hash gespeichert – das Klartext-Passwort ist dem Betreiber zu keinem Zeitpunkt bekannt. Das Profilbild ist für andere Nutzer sichtbar und kann jederzeit ersetzt werden.
- Zwei-Faktor-Anmeldung (optional): Wer sie einschaltet, für den wird ein geheimer Schlüssel gespeichert, aus dem die Authenticator-App die sechsstelligen Codes erzeugt, sowie acht Ersatzcodes für den Fall eines verlorenen Geräts. Die Ersatzcodes liegen ausschließlich als kryptografischer Hash vor und lassen sich je einmal verwenden. Die Funktion lässt sich jederzeit wieder abschalten; die Angaben werden dabei gelöscht.
- Inhalte: Nachrichten sowie versendete Bilder, Videos und Sprachnachrichten. Diese werden auf dem Server gespeichert, damit sie den Empfängern zugestellt und Gesprächsverläufe angezeigt werden können.
- Kontakt- und Gruppendaten: wer wen als Kontakt hinzugefügt hat und wer Mitglied welcher Gruppe ist. Gruppen- und Servernamen, Gruppenbeschreibungen und selbst vergebene Spitznamen für Kontakte liegen dabei unverschlüsselt vor – siehe Abschnitt 4.
- Kleinanzeigen (Marktplatz): Wer eine Anzeige einstellt, veröffentlicht damit bewusst Titel, Beschreibung, Preis, Kategorie, Bilder sowie Ortsangabe und Postleitzahl. Diese Angaben sind für andere Nutzerinnen und Nutzer sichtbar und deshalb nicht Ende-zu-Ende-verschlüsselt – anders ließe sich darin nicht suchen. Auf jeder Anzeigenseite wird darauf hingewiesen. Der Chat über eine Anzeige ist dagegen verschlüsselt wie jeder andere Chat. Anzeigen werden nach 60 Tagen automatisch beendet und 30 Tage später samt Bildern gelöscht.
- Standortangaben (freiwillig): Für die Umkreissuche kann der eigene Standort verwendet werden. Er wird nicht gespeichert, sondern nur für die Dauer der Suchanfrage verwendet. Zu einer Anzeige werden Koordinaten nur gespeichert, wenn eine Ortsangabe gemacht wurde – und dann bewusst auf zwei Nachkommastellen gerundet (etwa ein Kilometer genau), sodass sich daraus keine Hausadresse ergibt.
- Kamera und Mikrofon: Der Zugriff erfolgt ausschließlich dann, wenn eine Aufnahme bewusst gestartet wird (Foto, Video, Sprachnachricht, Anruf, Status-Beitrag), und nur mit vorheriger Erlaubnis durch den Browser. Es findet keine Aufnahme im Hintergrund statt. Bilder und Videos werden vor dem Hochladen auf dem Gerät selbst verkleinert und verschlüsselt; Bearbeitungen wie Filter, Texte oder Zuschnitt geschehen ebenfalls vollständig auf dem Gerät.
- Technische Daten: Beim Zugriff fallen technisch bedingt IP-Adressen in den Protokollen des Webservers an. Für die Anmeldung wird ein Sitzungsmerkmal dauerhaft im Browser gespeichert (localStorage), damit man nicht bei jedem Start neu anmelden muss; beim Abmelden wird es gelöscht. Ebenfalls im Browser bleiben die gewählte Sprache und die Anzeige-Einstellung. Um massenhaftes Anlegen von Konten zu verhindern, wird die Zahl der Neuanmeldungen je IP-Adresse und Tag begrenzt; dafür merkt sich der Server diese Zeitpunkte nur im Arbeitsspeicher, nicht in der Datenbank.
- Einstellungen zum Konto: der selbst gewählte Status (online, abwesend, beschäftigt, unsichtbar), welche Chats und Server oben angeheftet sind, welche stummgeschaltet sind und bis wann, wie ausführlich ein Kanal benachrichtigen soll sowie die für einen Chat eingestellte Ablauffrist. Diese Angaben liegen unverschlüsselt vor, weil der Server danach handeln muss – er kann eine Benachrichtigung nur unterdrücken, wenn er weiß, dass er soll.
- Archivierte Chats: Welche Chats jemand ins Archiv gelegt hat, wird gespeichert – der Server muss sie sonst nicht anders ausliefern. Betroffen ist nur die Einordnung, nicht der Inhalt; verschlüsselt bleibt verschlüsselt.
- Gemerkte Nachrichten: Wer eine Nachricht mit einem Stern markiert, für den speichert der Server nur deren Nummer – nicht ihren Inhalt. Die Sammlung wird erst auf dem Gerät wieder lesbar. Der Betreiber erfährt also nicht, was jemand für wichtig hält, sondern nur, dass etwas markiert wurde.
- Umfragen: Frage, Antwortmöglichkeiten und die abgegebenen Stimmen sind gewöhnliche, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten. Der Server kann eine Umfrage deshalb weder lesen noch auszählen; das Ergebnis entsteht auf den Geräten der Beteiligten.
- Link-Vorschau: siehe Abschnitt 4d – dabei ruft der Server eine fremde Seite auf.
- Marktplatz: Wie oft eine Anzeige aufgerufen und wie oft sie gemerkt wurde, wird als reine Zahl an der Anzeige mitgeführt und nur der einstellenden Person gezeigt – wer sie angesehen hat, wird nicht gespeichert. Damit wiederholtes Aufrufen die Zahl nicht verfälscht, merkt sich der Server sechs Stunden lang im Arbeitsspeicher, wer welche Anzeige zuletzt geöffnet hat; in der Datenbank steht das nie. Welche Anzeigen man sich angesehen hat („Zuletzt“), speichert ausschließlich das eigene Gerät.
- Gespeicherte Suchen (freiwillig): Wer eine Suche speichert, damit neue Treffer gemeldet werden, hinterlegt damit Suchbegriffe, Kategorie, Ort und Preisspanne im Klartext auf dem Server – anders könnte er neue Anzeigen nicht dagegen prüfen. Das betrifft nur ausdrücklich gespeicherte Suchen; gewöhnliches Suchen wird nicht aufgezeichnet. Jede gespeicherte Suche lässt sich jederzeit stummschalten oder löschen.
- Bewertungen (freiwillig): Nach einem Handel über eine Anzeige lässt sich das Gegenüber bewerten. Wertung und Text sind öffentlich sichtbar und unverschlüsselt – das ist ihr Zweck. Bewerten kann nur, wer über die betreffende Anzeige tatsächlich Kontakt hatte, und je Anzeige nur einmal. Löschen kann eine Bewertung nur, wer sie geschrieben hat; wer sich unsachlich bewertet sieht, kann sie melden.
- Push-Benachrichtigungen (optional): Wer
Benachrichtigungen aktiviert, dessen Gerät erhält eine Zustelladresse
beim Push-Dienst des jeweiligen Browser-Herstellers (z. B. Google,
Apple oder Mozilla); diese Adresse wird auf dem Server gespeichert
und die Zustellung läuft technisch über diesen Dienst.
Benachrichtigungen enthalten niemals Nachrichteninhalte –
nur den Hinweis, dass eine neue Nachricht vorliegt, sowie den
Absender- bzw. Gruppennamen. Die Funktion lässt sich jederzeit in den
Browser-Einstellungen widerrufen.
Wird Wirio als Handy-App genutzt, führt derselbe Weg nicht über den Browser, sondern über den Dienst Firebase Cloud Messaging von Google – eine App-Hülle hat keinen eigenen Push-Dienst. Das Gerät holt sich dort eine Zustellkennung; diese Kennung und eine kurze Beschreibung des Geräts (die Kennung des Systems bzw. Browsers, auf 120 Zeichen gekürzt) werden auf dem Server gespeichert, damit sich mehrere Geräte auseinanderhalten lassen. Auch hier gilt: niemals Nachrichteninhalte.
Auf dem Gerät bleiben: angefangene, noch nicht abgeschickte Nachrichten (Entwürfe) sowie die Lautstärke, mit der man einzelne Personen im Sprachkanal hört. Beides wird ausschließlich im Browser gespeichert und niemals an den Server übertragen.
Nicht eingesetzt werden: Werbung, Tracking-Dienste, Analyse-Tools, Cookies von Drittanbietern oder die Weitergabe von Daten zu kommerziellen Zwecken.
3. Zwecke und Rechtsgrundlagen
Die Verarbeitung erfolgt ausschließlich, um den Messenger-Dienst bereitzustellen (Zustellung und Anzeige von Nachrichten; Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO) sowie zur Gewährleistung der Sicherheit und Stabilität des Dienstes (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
4. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
Die Übertragung aller Daten erfolgt verschlüsselt (HTTPS/TLS). Darüber hinaus sind sämtliche Nachrichteninhalte Ende-zu-Ende-verschlüsselt: Textnachrichten in Einzel- und Gruppenchats sowie alle versendeten Medien (Bilder, Videos, Sprachnachrichten). Inhalte werden auf dem Gerät des Absenders verschlüsselt und erst auf den Geräten der Empfänger wieder entschlüsselt. Auf dem Server liegen sie ausschließlich in verschlüsselter, für den Betreiber nicht lesbarer Form; bei Mediendateien kann der Server nicht einmal erkennen, um welche Art von Inhalt es sich handelt. Die privaten Schlüssel verbleiben ausschließlich auf den Geräten der Nutzerinnen und Nutzer.
Transparenz über die Grenzen: Nicht verschlüsselt sind Angaben, die der Server für Zustellung und Bedienung benötigt. Das ist der ehrliche Stand:
- Metadaten: wer wann mit wem schreibt, Kontaktlisten, Gruppenmitgliedschaften, Lesestände und Zeitpunkte.
- Nutzernamen, frei gewählte Anzeigenamen und Profilbilder – sie müssen für andere sichtbar sein.
- Namen von Gruppen und Servern, Gruppenbeschreibungen und Gruppenbilder. Der Server benötigt sie unter anderem, um in einer Benachrichtigung anzeigen zu können, aus welchem Chat sie stammt.
- Spitznamen, die man Kontakten selbst gibt.
- Reaktionen auf Nachrichten und Status-Beiträge (das jeweilige Emoji) sowie die Angabe, wer einen Status angesehen hat.
- Alle Angaben einer Kleinanzeige (siehe Abschnitt 2).
- Nachrichten, die vor Einführung der Verschlüsselung versendet wurden, liegen weiterhin unverschlüsselt vor.
Auch Status-Beiträge sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt – Bilder und Videos ebenso wie begleitende Texte, gewählte Filter und die Bildausrichtung. Nur die eigenen Kontakte erhalten eine versiegelte Schlüsselkopie. Der Server speichert dazu den Dateinamen der zugehörigen Datei im Klartext; er benötigt ihn, um die Datei nach Ablauf zuverlässig löschen zu können, und erfährt aus dem Namen nichts über den Inhalt. Status-Beiträge werden nach 24 Stunden automatisch und vollständig vom Server gelöscht, einschließlich der Bild- und Videodateien. Gespeichert wird zusätzlich, welche Kontakte einen Beitrag angesehen haben und mit welchem Emoji darauf reagiert wurde.
Hinweis: Da die privaten Schlüssel nur auf dem jeweiligen Gerät existieren, können Ende-zu-Ende-verschlüsselte Nachrichten nach einem Gerätewechsel oder dem Löschen der Browserdaten nicht wiederhergestellt werden.
4a. Sprachanrufe
Sprachanrufe werden direkt zwischen den Geräten der Gesprächspartner übertragen (Peer-to-Peer, WebRTC) und sind dabei stets Ende-zu-Ende-verschlüsselt (DTLS-SRTP). Der Ton läuft nicht über den Server; dieser vermittelt nur den Verbindungsaufbau. Technisch bedingt tauschen die Geräte der Gesprächspartner dabei ihre IP-Adressen untereinander aus. Für den Verbindungsaufbau wird ein STUN-Dienst (derzeit von Google betrieben) genutzt, der dabei die IP-Adresse des Geräts erfährt – Gesprächsinhalte erhält er nicht. Anrufe werden serverseitig nicht aufgezeichnet oder protokolliert.
4a-bis. Melden und Blockieren
Wer etwas meldet, übermittelt dabei bewusst den Inhalt der gemeldeten Sache im Klartext an den Betreiber – also unverschlüsselt. Ohne das ließe sich eine Meldung nicht prüfen, denn der Betreiber kann verschlüsselte Inhalte sonst nicht lesen. Übermittelt wird ausschließlich die eine gemeldete Nachricht bzw. der eine gemeldete Beitrag, nicht der übrige Gesprächsverlauf. Im Meldefenster steht dieser Hinweis ausdrücklich, bevor abgeschickt wird.
Gespeichert werden dabei: der gemeldete Inhalt, der angegebene Grund, eine freiwillige Anmerkung, wer gemeldet hat, wer gemeldet wurde und der Zeitpunkt. Diese Angaben dienen ausschließlich der Prüfung des Vorgangs (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO – berechtigtes Interesse am Schutz der Nutzerinnen und Nutzer und an einem rechtmäßigen Betrieb) und werden nach Bearbeitung gelöscht, spätestens nach zwölf Monaten.
Blockieren löst die Verbindung zur betreffenden Person: bestehende Kontaktverknüpfungen und offene Anfragen werden entfernt, Nachrichten und Anrufe kommen nicht mehr an, und laufende Status-Beiträge sind für sie nicht mehr zugänglich. Eine Blockierung lässt sich jederzeit wieder aufheben.
4b. Server und Kanäle
Eine Gruppe lässt sich zu einem Server mit mehreren Textkanälen erweitern. Jeder Kanal ist technisch eine eigene Gruppe – Nachrichten darin sind deshalb genauso Ende-zu-Ende-verschlüsselt wie in jedem anderen Chat. Die Namen von Server und Kanälen liegen unverschlüsselt vor, damit sie in Übersichten und Benachrichtigungen angezeigt werden können.
4c. Orts- und Postleitzahlenverzeichnis
Für die Ortssuche im Marktplatz liegt ein Verzeichnis europäischer Postleitzahlen und Ortsnamen auf dem eigenen Server. Die Suche verlässt den Server also nicht; es wird kein Kartendienst eines Drittanbieters eingebunden und keine Anfrage nach außen gestellt. Datengrundlage ist das Verzeichnis von GeoNames, verwendet unter der Lizenz CC BY 4.0.
4d. Sprachkanäle und Bildschirmübertragung
In einem Sprachkanal wird der Ton – wie beim Anruf – direkt zwischen den Geräten übertragen und ist dabei Ende-zu-Ende-verschlüsselt (DTLS-SRTP). Bei mehreren Teilnehmenden verbindet sich jedes Gerät mit jedem anderen; der Server vermittelt ausschließlich den Verbindungsaufbau und erfährt keine Gesprächsinhalte. Dasselbe gilt für eine Bildschirmübertragung: Auch sie läuft direkt zwischen den Geräten, wird nicht über den Server geleitet und nicht aufgezeichnet. Technisch bedingt tauschen die beteiligten Geräte dabei ihre IP-Adressen untereinander aus.
Damit angezeigt werden kann, wer gerade in welchem Kanal sitzt, speichert der Server diese Zuordnung – Nutzer- und Kanalnummer sowie die Angabe, ob jemand stumm oder taub geschaltet ist. Diese Angaben liegen im Arbeitsspeicher und werden zusätzlich in einer Datei gesichert, damit ein Neustart des Dienstes niemanden aus dem Gespräch wirft. Die Datei wird beim nächsten Start eingelesen und verworfen, wenn sie älter als fünf Minuten ist; Gesprächsinhalte enthält sie nicht.
4e. Link-Vorschau
Enthält eine Nachricht einen Link, kann dazu eine Vorschaukarte mit Titel, Kurzbeschreibung und Bild angezeigt werden. Diese Karte holt das Gerät der absendenden Person, bevor die Nachricht verschickt wird; sie reist anschließend innerhalb der verschlüsselten Nachricht mit. Die empfangende Seite lädt dafür nichts bei der verlinkten Seite nach – diese erfährt also nicht, dass und wann ein Link gelesen wurde.
Weil ein Browser fremde Seiten aus Sicherheitsgründen nicht selbst abrufen darf, übernimmt das der Server im Auftrag der absendenden Person. Daraus folgt zweierlei, worauf ausdrücklich hingewiesen wird: Der Betreiber erfährt dabei, welche Adresse jemand verschickt (nicht den Nachrichtentext und nicht, wer ihn liest), und die aufgerufene Seite sieht die IP-Adresse des Servers, nicht die des Geräts. Die abgerufenen Angaben werden nicht dauerhaft gespeichert. Aufgerufen werden ausschließlich öffentlich erreichbare Adressen über http oder https.
4e-bis. Kontaktvorschläge
In der Kontaktliste werden Personen vorgeschlagen, die mit den eigenen Kontakten verbunden sind. Das soll den Anfang erleichtern: Wer neu ist, steht sonst vor einer leeren Liste.
Was das offenlegt, offen gesagt: Dass jemand vorgeschlagen wird, bedeutet, dass er mit mindestens einem der eigenen Kontakte verbunden ist. Diese Auskunft ist der Vorschlag – sie lässt sich nicht vermeiden, ohne die Funktion wegzulassen.
Was dabei nicht preisgegeben wird: Namen gemeinsamer Kontakte werden nie genannt, sondern ausschließlich deren Anzahl („2 gemeinsame Kontakte“). Wer über wen verbunden ist, verlässt den Server nicht.
Nicht vorgeschlagen werden: bestehende Kontakte, Personen mit einer offenen Anfrage in eine der beiden Richtungen sowie alle, bei denen eine Blockierung besteht – gleich in welche Richtung.
Abschaltbar: Unter Einstellungen → Sicherheit lässt sich „Anderen vorgeschlagen werden“ ausschalten. Danach erscheint man bei niemandem mehr als Vorschlag. Die Vorgabe ist eingeschaltet; Rechtsgrundlage ist das berechtigte Interesse an einem benutzbaren Dienst (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO), dem hiermit widersprochen werden kann.
4f. Wirio als App auf dem Gerät
Neben dem Browser lässt sich Wirio als Handy-App und als Programm für Windows, Mac und Linux nutzen. Beide sind Hüllen um dieselbe Seite: Sie laden die echte Anwendung vom Server und erheben keine eigenen Daten. Es kommt also nichts hinzu, was nicht auch im Browser anfiele – mit diesen Unterschieden:
- Das Programm für den Rechner merkt sich auf dem eigenen Gerät, wie groß und wo das Fenster stand. Diese Angaben verlassen das Gerät nicht.
- Es sieht regelmäßig nach, ob eine neuere Fassung vorliegt, und holt sie gegebenenfalls. Gefragt wird dabei ausschließlich beim eigenen Server – kein Dienst eines Dritten ist beteiligt. Dabei fällt dasselbe an wie bei jedem anderen Aufruf der Seite: die IP-Adresse im Serverprotokoll.
- Die Benachrichtigungen der Handy-App laufen über Firebase, siehe Abschnitt 2.
4g. Ein weiteres Gerät anmelden
Ein zweites Gerät lässt sich anmelden, indem das bereits angemeldete einen QR-Code einliest. Der Ablauf ist so gebaut, dass der Betreiber dabei nichts mitbekommt, was er nicht ohnehin weiß:
- Das neue Gerät hinterlegt einen Wegwerf-Schlüssel und bekommt eine 32-stellige Zufallsnummer, die im QR-Code steht.
- Das angemeldete Gerät zeigt an, welche Art von Gerät gerade fragt – grob als „Windows“, „Mac“, „Android“, „iPhone/iPad“ oder „Linux“, damit man erkennt, ob man selbst gemeint ist – und bestätigt von Hand.
- Danach versiegelt es den privaten Schlüssel für den Wegwerf-Schlüssel des neuen Geräts. Der Server kann ihn nicht lesen; er reicht ihn nur weiter und legt die Sitzung an.
- Diese Angaben stehen ausschließlich im Arbeitsspeicher, nie in der Datenbank, und verfallen nach zwei Minuten. Ein abfotografierter QR-Code ist danach wertlos.
4h. Nutzungszahlen
Der Betreiber kann eine Übersicht über die Nutzung des Dienstes abrufen. Sie enthält ausschließlich Summen: wie viele Konten es gibt, wie viele davon in den letzten Tagen dazugekommen sind, wie viele Nachrichten insgesamt verschickt wurden, wie viele Gruppen, Kanäle und Anzeigen bestehen.
Was dort nicht steht: kein Name, keine Kennung, keine Liste von Personen und nichts aus Nachrichten – deren Inhalt ist dem Betreiber ohnehin nicht zugänglich. Auch Angaben wie „aktive Konten“ sind reine Anzahlen; wer darin enthalten ist, wird nicht ausgegeben. Ein Aufenthaltsort wird nicht erhoben.
Zweck ist der Betrieb und die Weiterentwicklung des Dienstes (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO – berechtigtes Interesse). Die Übersicht ist auf die Konten der Betreiber beschränkt.
5. Hosting
Der Dienst läuft auf einem vom Betreiber verwalteten Server, der bei folgendem Anbieter gemietet ist:
netcup GmbH, Daimlerstraße 25, 76185 Karlsruhe, Deutschland
Der Server steht in einem Rechenzentrum in Deutschland; sämtliche Daten werden dort verarbeitet und gespeichert. netcup handelt dabei als Auftragsverarbeiter im Sinne von Art. 28 DSGVO auf Grundlage eines Auftragsverarbeitungsvertrags. Der Anbieter hat als Rechenzentrumsbetreiber technisch bedingt Zugriff auf die Infrastruktur – Nachrichteninhalte und Medien liegen dort jedoch ausschließlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt vor (siehe Abschnitt 3) und sind damit auch für den Hosting-Anbieter nicht lesbar. Eine darüber hinausgehende Weitergabe von Daten an Dritte findet nicht statt, außer es besteht eine gesetzliche Verpflichtung dazu.
6. Speicherdauer
- Konto-, Kontakt- und Inhaltsdaten bleiben gespeichert, solange das Konto besteht.
- Auf Wunsch wird ein Konto einschließlich aller zugehörigen Daten gelöscht – dazu genügt eine formlose E-Mail an die oben genannte Adresse.
- Status-Beiträge werden 24 Stunden nach der Veröffentlichung automatisch gelöscht – Eintrag und Datei.
- Kleinanzeigen laufen nach 60 Tagen ab und werden 30 Tage später samt Bildern gelöscht.
- Für einen Chat lässt sich eine Ablauffrist einstellen (24 Stunden, 7 Tage oder 90 Tage). Nachrichten, die danach geschrieben werden, tragen ein Ablaufdatum und werden vom Server regelmäßig endgültig gelöscht. Die Einstellung gilt für den Chat, nicht für eine einzelne Person, und alle Beteiligten werden über eine Änderung informiert. Sie wirkt nur auf künftige Nachrichten. Ausdrücklicher Hinweis: Gelöscht werden können nur die Kopien auf dem Server und in der App – was Empfänger vorher abschreiben, abfotografieren oder sichern, lässt sich damit nicht zurückholen.
- Die Zuordnung, wer in welchem Sprachkanal sitzt, wird beim Verlassen gelöscht; die Sicherungsdatei dazu verfällt nach fünf Minuten.
- Angeheftete Chats, gemerkte Nachrichten und Benachrichtigungs-Einstellungen bestehen, solange das Konto besteht, und werden mit ihm gelöscht.
- Server-Protokolle werden nur kurzzeitig zur Fehleranalyse und Missbrauchsabwehr vorgehalten.
7. Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf Auskunft über die zu Ihnen gespeicherten Daten, auf Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit sowie Widerspruch gegen die Verarbeitung. Wenden Sie sich dazu an die oben genannte E-Mail-Adresse. Zudem besteht ein Beschwerderecht bei einer Datenschutz-Aufsichtsbehörde – in der Schweiz beim Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB), in der EU bei der jeweils zuständigen Landesbehörde.
8. Änderungen
Diese Erklärung wird angepasst, wenn sich der Funktionsumfang des Dienstes ändert.
Stand: 28. Juli 2026 (4. Fassung)